Wednesday, April 15, 2009

In Schlechter Gesellschaft

Über 5 Milliarden Menschen leben von weniger als 10 Dollar pro Tag auf unserem Planeten, aber ich gehöre nicht zu ihnen; lassen Sie uns annehmen, dass der Rest zu den reichen oberen und mittleren Schichten zählen (die so genannte Mittelschicht ebenso). Diese Zahlen zeigen uns, dass weniger als 20% der Weltbevölkerung die finanziellen, politischen, militärischen Ressourcen, Informationen, herstellende Betriebe, Nahrungsmittel, Verteilung, “Management” und Verbrauch der Weltressourcen kontrollieren. Manche würden sogar noch weiter gehen, und sagen, daß 1% den Rest regieren, aber ich möchte hier auch die “Mittelklasse” hinzuzählen, weil sie nicht in der Lage sind über ihre eigene Generation hinaus zu schauen.

Seit 1970 sind die realen Löhne (in den USA, Anm.d.Ü) gleich geblieben oder sie sind gefallen. Das Modell Haushalt mit zwei Verdienern wurden kreiert, zusammen mit Kinderkrippen und einem „Zusammenspiel” aller Familienmitgliedern zur Unterstützung der “Ökonomie” der Familie. Dies hat dazu geführt, dass der Stresslevel der Familie gestiegen ist, und dies wiederum kreiert Kommunikationsblockaden für die Familienmitglieder, die wiederum eine weniger als ideale Situationen fürs Lernen der Jüngsten schaffen. Es gibt keine unbedingte Liebe mehr, anstelle dessen muss jeder sein Teil zum Ganzen beitragen, sich einen Job suchen und Miete zahlen. Die Preise fürs „Eigenheim” beliefen sich auf 50% eines Ein-Verdiener-Haushalts, jetzt liegt es bei 75% bei zwei Verdienern. „Zeit” wird nicht mehr mit der Familie verbracht, und Werte werden durch die Gesellschaft allein vermittelt, weil alle auf der „Arbeit“ sind.

Klassengefüge sind tief verwurzelt, die Kluft weitet sich; und das alles, während wir uns scheinbar um den “Schein” der Dinge kümmern, wobei die “Fakten” im Trüben weg gewaschen werden. Während wir nur an “mich” und “mein” denken, werden unsere sozialen Netze gekappt, Wasser wird privatisiert, und die Vorstellung dass “wer nicht arbeitet, nichts Wert ist” scheint in der Gesellschaft überhand genommen. “Niemand macht hier auf lau” und “wer sich nicht selbst zusammenreißt” hallt wider und der Glaube herrscht vor, dass “wenn jeder so denkt, es richtig sein muss.”

Der Lebensunterhalt basiert auf Jobs und macht uns abhängig vom „System” und der anscheinenden „Wettbewerbsnatur” der Dinge. An allen Ecken unserer Lebensbereiche klebt heute ein Preisschild, und die, die „erhalten”, während sie scheinbar weniger tun als „ich” „stehlen” am Ende meine Chancen (man denke an die Gewerkschaften). Arbeit/Jobs sind an „freie Markt”-Ideale gekoppelt und daraus ergibt sich Wettbewerb; „Wenn ich weniger dafür verlange, bekomme ich einen Job”, „irgendeine Arbeit ist besser als keine Arbeit.”

Während sie die Ideale des monetären Systems mit Ausdrücken wie „Faulheit”, „Neid”, oder „Anreiz” verteidigen, unterstützt die arbeitende Klasse das fehlgeschlagene System, welches sie in einem Untertanenzustand hält, und sie erkennen nicht, das “Veränderung” etwas positives ist, sondern ganz im Gegenteil, etwas, was man fürchten muss.

„Erfolg” ist gebunden an “Investitionen” in „Ausbildung” und das „Ego” wird assoziiert mit Gesellschaft und seinen äußerlichen Verurteilungen. Es wird uns gesagt dass du „wenn du etwas gern machst, sieh zu, wie du damit Geld verdienen kannst”, und wir akzeptieren es und machen weiter, und unsere „Freude” verwandelt sich in Wettbewerb und wir glauben auf Ewig dass das einzig Wichtige ist “sich um sich selbst und das eigene” zu kümmern und das im Gewand des „Erfolgs”. Dies wird auf der Familienebene eingehämmert, und Wettbewerb bringt selbst Geschwister auseinander, denn jedes Kind will sich als „erfolgreich” darstellen und die Familie „stolz“ machen.

Die Öffentlichkeit wurde überzeugt, dass Eigenständigkeit Teil des Traums ist: dass es „mich“ in Kontrolle „meines“ Lebens bringt, dass es die „Ängste“ nimmt, die aus einer Arbeitgeber/Arbeitnehmer Beziehung resultieren. Der „Traum“ wird verteidigt als „Wohlfühlort“, „Ich mag es Hausbesitzer zu sein“, „ich gehe mit dem Strom“. Niemand will „für Aufruhr sorgen“, sie werden Ausreden finden, so dass sie ihre Schwachpunkte in ihrem Leben nicht sehen müssen. Sie wollen nicht frei sein, sie wollen nur frei von Unannehmlichkeiten und Konflikt sein.

Sie fordern Lösungen statt Probleme und sie bekämpfen Gedanken und Klarheit als zynisch und wütend, während sie sich mit „Vergleichen“ verteidigen um sich zu „rechtfertigen“. Stolz hat den gesunden Menschenverstand ersetzt, in dem er es mit irrelevanten Ausflüchten und Ängsten verteidigt, welches wir spiegeln, während wir uns darauf konzentrieren, was „gut“ an unserem derzeitigen System ist und bringen unsere Energien dorthin, die Unzulänglichkeiten zu reparieren, anstatt die Dinge neu zu strukturieren, denn das könnte ja „mich“ selbst betreffen.

Im Fernsehen macht Gewalt und Kriminalität in Polizei und Detektiv-Geschichten wie „CSI“ uns Glauben, das wir „immer jemanden die Schuld zuschieben müssen“. Sie helfen uns zu erkennen, wer zu den Asozialen gehört, wie beispielsweise Leute, die ihre Musik vom Internet herunterladen. Wir ziehen es vor, „sie gleich einzusperren“ oder sie „zu bestrafen“, denn sie könnten ja „mein Zeug“ klauen, anstatt das sie schauen, was denn der wahre Grund der Kriminalität ist. Der „Wettbewerb“, der durch die Umwelt und die Notwendigkeit zu „überleben“ könnte ja eine Rolle spielen. Wir gewöhnen uns an Kontrollpolizei und ebenso daran, „ausgefragt“ zu werden, während wir uns langsam selbst einkerkern. Die „heruntergekommene“ Seite des Lebens und die Fähigkeit, Dinge zu identifizieren wird als unangepasst dargestellt, Argwohn gegenüber Unangepassten wird geschürt („jeder kann ein Krimineller sein“, „nimm dich vor den einsamen Wölfen in Acht“ „er war ein so ruhiger Mensch“ „Erkenne die ersten Anzeichen bei deinen Kindern“).

Uns wird erzählt, dass „Kriminalität“ opportunistisch ist, aber gleichzeitig leben wir selbst ein opportunistisches Leben. Wir springen auf jeden „guten Preis“ oder „Investitions“-Gelegenheit ohne dass wir daran denken, wer hier denn erst „verlieren“ musste, um uns diesen guten Preis zu ermöglichen; was für den anderen Unglück bedeutet, ist Gewinn für uns. Wir haben gelernt, das System zu „akzeptieren“ und sich ihm „anzupassen“, während wir es an die nächste Generation weitergeben. Die Kinder wachsen auf mit Konzepten wie „du schuldest mir“ oder „Kriminelle sind schlechte Menschen“, und wiederholen die Lügen der Gesellschaft und werden selbst Teil von ihr. Ihnen wird gesagt, dass sie sich nicht zu weit von der Herde entfernen dürfen, und das „Hoffnung“ und „Liebe“ alles besser macht.

Die Medien spielen ständig auf unsere „Hoffnung“ nach Eigentum an und unsere Träume vom „easy life“ und „Erfolg“. Es kann auch mir ganz plötzlich passieren, dass ich ein Star bin, indem ich ein „Idol“ werde, dass „entdeckt“ wird, in dem ich „hart arbeite“ und irgendwas „erfinde“, und wenn das nicht klappt, kann ich ja immer noch Lotto spielen. Menschen versuchen ein wenig extra Geld zu „verdienen“ indem sie sich in legale Aktivitäten wie Spielen oder Spekulationen versuchen, währenddessen sie immer weiter in die „roten Zahlen“ abrutschen, basierend auf ein System „Hoffnung“ welches dazu gemacht ist, durch Profit „den Köder auszuwerfen“. Die Scham am „Verlust“ ist so groß, dass es dazu beiträgt, die Familienbeziehungen und Kommunikation weiter zu belasten.

Der 11. September, der Tag der Schande, der noch nicht genau untersucht worden ist, wurde als abgeschlossen akzeptiert auf der Basis von „schlechter Wissenschaft“ (Bad Science). Die Hoffnung, dass „meine Regierung“ oder andere „Amerikaner“ nicht daran beteiligt waren, treibt die Lügen an bis sie als Wahrheit akzeptiert werden. Die Medien attackieren die Integrität, Glaubwürdigkeit und Charakter eines jeden, der dies in Frage stellt, mit Ausdrücken wie „Extremist“ oder „Radikaler“. Die gleichen Ausdrücke, die für „Terroristen“ verwendet wird. Logik wird außer Acht gelassen sowie wissenschaftliche Untersuchungen, und die Öffentlichkeit akzeptiert die Ergebnisse von offizieller Stelle und sieht den Fall als abgeschlossen an. Da wir nur unsere Neurosen haben, unsere Ängste und Emotionen sehnen wir uns nach einem sicheren Hafen und nehmen die Fragen persönlich, die vielleicht darauf hinweisen, dass gewählte Abgeordnete oder anderen „Amerikanern“ dahinter stecken. Der Geist selbst ist bequem geworden, Frustration und ein Gefühl des Überwältigtsein tauchen auf, wenn etwas nicht „einfach“ oder „gerade heraus“ ist, selbst das bloße Gefühl etwas Neues lernen zu müssen, ist eine Angriff auf das Ego.

Es gab mal eine Zeit, als Weisheit und Wissen weitergegeben und ausgetauscht wurde zum Wohle der Gemeinschaft, aber heute geht es nur noch ums Geld. Wir stehen alle miteinander im „Wettbewerb“ und das Wissen, was wir besitzen, ist an unseren Lebensunterhalt und unsere Familien gebunden. Wir horten Informationen und hoffen, dass wir daraus einen „Vorteil“ schlagen können, im Vergleich zu anderen oder das wir die Ideen zu unserem Vorteil „an den Mann bringen können.“ Wir sparen, machen Budgets, geben aus und investieren, und glauben, dass wir eine bessere Zukunft für uns und unsere Kinder kreieren können. Wir schaffen an, so viel wir können und sehnen uns nach immer mehr; wir erkennen, das Geld uns ein Gefühl von Berechtigung gibt und wir wollen uns „berechtigt“ fühlen.

Fürchte dich nicht davor, die Wahrheit zu erkennen, den Schwindel und das Gefühl von Hoffnungslosigkeit, selbst wenn die Logik deine Gefühle verletzt. Zuzugeben, dass die Welt im Argen liegt, und das radikale Veränderung nötig ist, ist der erste Schritt. In der Lage zu sein die „Wachstumsschmerzen“ auszuhalten von etwas Neuem und nicht zurückzufallen in die Sicherheit des Falschen, jedoch bekannten, ist eine echte Herausforderung. Die Wichtigkeit von „Ich“ zu überwinden ist übergroß in dieser Evolution, denn nur die Menschheit als Ganzes kann jemals „hoffen“ wahre Gerechtigkeit und ein Leben im Gleichgewicht mit der Natur zu bringen.

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